Vertrauen, Beziehungen und Präsenz vor Ort spielen eine große Rolle

Informationsveranstaltung in Baden-Baden zum indischen Markt

Ob Einschätzung des indischen Markts, andere Mentalitäten, Suche nach lokalen Partnern, Dienstleistungen, Anpassung der Angebote oder die Wichtigkeit, vorhandene Netzwerke zu nutzen: Rund um den indischen Markt ging es im Palais Biron in Baden-Baden bei einer gemeinsamen Veranstaltung von IHK Karlsruhe, Wirtschaftsförderung Baden-Baden und „India Board“/Wirtschaftsförderung Karlsruhe.

Gruppenbild mit Referenten (v.l.): Hans Hagelstein („Milacron MoldMasters Europa“), Peter Eiswirt („ARKU“), Ralf Eichhorn („India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe), Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Iris Becker (Let’s Bridge IT), Sebastian Schlebusch („Nextbike“), Simone Pflieger („India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe), Avinash Sondhi („S&A“) und Martin Lautenschlager (Wirtschaftsförderung Baden-Baden) Foto: www.jowapress.de
Gruppenbild mit Referenten (v.l.): Hans Hagelstein („Milacron MoldMasters Europa“), Peter
Eiswirt („ARKU“), Ralf Eichhorn („India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe),
Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Iris Becker (Let’s Bridge IT), Sebastian Schlebusch
(„Nextbike“), Simone Pflieger („India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe),
Avinash Sondhi („S&A“) und Martin Lautenschlager (Wirtschaftsförderung Baden-Baden)
Foto: www.jowapress.de

Dazu ging es auch um die Fragen „Auf was muss man achten?“ oder „Worauf kommt es an?“ „Wichtig ist, dass Unternehmer sich dabei auch austauschen können“, unterstrich Margret Mergen, Oberbürgermeisterin in Baden-Baden das Ziel der Infoveranstaltung.

Netzwerken rund um das Thema Indien  Foto: www.jowapress.de
Netzwerken rund um das Thema Indien Foto: www.jowapress.de

Gerade auf der soliden Partnerschaft zwischen Indien und Deutschland gelte es, die „wirtschaftliche Verbindungen zwischen den beiden Ländern weiter zu stärken“, erläuterte Robert Huber, Vorsitzender des IHK-Außenhandelsausschusses: Immerhin seien bislang rund 1.800 deutsche Unternehmen in Indien aktiv, „und auch die indischen Investitionen in Deutschland steigen stetig.“ Davon profitieren unter anderem der indische Bundesstaat Maharashtra, mit dem das Land Baden-Württemberg partnerschaftlich verbunden ist, und auch die Technologieregion Karlsruhe (TRK). „Ob wirtschaftlich, wissenschaftlich oder auch kulturell“, so Huber.

Robert Huber, Vorsitzender des IHK-Außenhandelsausschusses Foto: www.jowapress.de
Robert Huber, Vorsitzender des IHK-Außenhandelsausschusses Foto: www.jowapress.de

Karlsruhe hat immerhin schon seit 2013 ein eigenes Büro im indischen Pune, eine direkte Anlaufstelle, vertreten durch Iris Becker von „Let’s Bridge IT“, die den aktuellen Transformationsprozess unter anderem in Maharashtra aufzeigte – ob einheitliches Steuersystem, das Sinken der Inflation, Steigerung des indischen Anteils am Welt-BIP“: „Dies macht auch Mut für deutsche Firmen, sich auf Indien zu konzentrieren.“ Dazu komme für Unternehmen aus der TRK auch die Möglichkeit, sich über das „India Board Karlsruhe“ entsprechend direkt zu vernetzen.

Rund um Investitionen, Produktionsstandorte und die Hauptbranchen informierte Avinash Sondhi von „S&A“ über die Situation im Wirtschaftsraum Gujarat.

Netzwerken rund um das Thema Indien Foto: www.jowapress.de
Netzwerken rund um das Thema Indien Foto: www.jowapress.de

Tenor in der Diskussion, dass in einem Land, in dem Personalkosten im Normalfall kein großer Kostenfaktor sei, Automation (noch) keine große Rolle spiele.

„In Sachen Indien tut sich gerade in der TRK viel“, betonten Ralf Eichhorn und Simone Pflieger vom „India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe: „Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist es auch, Unternehmen auf dem Weg in neue Märkte zu unterstützen.“ Da helfe auch das Büro in Pune, das auch das Land Baden-Württemberg vertrete: „So können wir die Sichtbarkeit der TRK in Indien deutlich erhöhen.“

Ralf Eichhorn und Simone Pflieger, „India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe Foto: www.jowapress.de
Ralf Eichhorn und Simone Pflieger, „India Board Karlsruhe“, Wirtschaftsförderung Karlsruhe
Foto: www.jowapress.de

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es dann um Best Practice-Beispiele von Unternehmen der Region, sie sich schon in Indien engagieren. „ARKU“ aus Baden-Baden, ein mittelständisches Unternehmen, hat Indien längst als Markt für Werkzeugmaschinen entdeckt, „ein relevanter Markt“, so Peter Eiswirt, bei dem jedoch Vertrauen, Beziehungen und Präsenz vor Ort eine große Rolle spielen.

Bei „Nextbike“, auch in Karlsruhe präsent (dazu in 200 anderen Städten in 26 Ländern), geht’s um ein „Bike Sharing Angebot“: „Nachhaltig, umweltfreundlich, preislich interessant – ein schnelles agiles Verkehrsmittel im urbanen Kontext“, so Sebastian Schlebusch, Director International Business Development. Trotz Importzölle, Zeitschiene oder „flexible Interpretationen“: Das Unternehmen hat längst auch den Sprung nach Indien gemacht, hat Kooperationen vor Ort: „Das Feedback ist bisher sehr positiv. Wir müssen aber weg vom „poor man’s vehicule“.

Iris Becker, Let’s Bridge IT, Repräsentanz im indischen Pune  Foto: www.jowapress.de
Iris Becker, Let’s Bridge IT, Repräsentanz im indischen Pune Foto: www.jowapress.de

„Fit to market“ sei sehr wichtig, betonte Geschäftsführer Hans Hagelstein von „Milacron Mold Masters“, einem Unternehmen aus Baden-Baden mit weltweit rund 5.500 Mitarbeitern – auch in Indien. Ob Spritzguss oder Mess- und Regelungstechnik: „Built to order“ sei wichtig, so Hagelstein, der neben der nötigen Präsenz in Indien auch Kommunikation und Partner vor Ort als wichtige Faktoren bezeichnete: „Europäische Produkte zu indischen Preisen, das ist schwierig.“

„Man müsse sich stets auf die Vielfalt in Indien einlassen, so Oberbürgermeisterin Mergen: „Uns liegt daran, dass sich Firmen aus der Region für die Zukunft aufstellen können – und da ist Indien ein großes Thema. Diese Voraussetzungen wollen wir schaffen.“ (jow)

Infos: https://www.karlsruhe.de/b2/wifoe.de

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Topbeitrag

Anlaufstelle in Pune

 

Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im "MCCIA Trade Tower", 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle mit den Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von "Let's Bridge IT" in Pune eröffnet.

Durch Erfolg und Ausbau der vielfältigen Aktivitäten - ob Infos rund um den Standort Karlsruhe, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten oder deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen - erfolgte im März 2018 ein Umzug in neue Räumlichkeiten, auch durch die Erweiterung um die Repräsentanz des Landes Baden-Württembergs in Maharashtra sowie das Marketingbüro der „Hochschul Föderation Südwest“. 

 

Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
9th Floor, Sunit Capital, Senapati Bapat Road, Pune 411016
Tel: +91 75 0782 7033