“Handel und Tourismus”

Broschüre listet Erfolgsfaktoren und gibt Tipps

Klare Ansage: Die Verbindung von Tourismus und Einzelhandel sorgt für Umsatzzuwächse. Der „Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag“ (BWIHK) zeigt in einer Studie die Potenziale der Kooperationen von Tourismusunternehmen, Stadtmarketing und Einzelhandel auf. „Dies ist landesweit einmalig“, so BWIHK-Präsident Dr. Peter Kulitz: „Der Shoppingtourist steht hier erstmals im Mittelpunkt. Denn der Einkaufsbummel zählt sowohl bei Tages- als auch bei Übernachtungsreisen zu den wichtigen Freizeitaktivitäten.“

Innenstadt Karlsruhe  Foto: StaMa
Innenstadt Karlsruhe  Foto: StaMa

Jeder Gast sei dabei im Prinzip ein durch die Freizeitlaune motivierter potenzieller Kunde für den Einzelhandel. Die Tages- und Übernachtungsgäste in Baden-Württemberg geben jedes Jahr rund 20,3 Milliarden Euro im Land aus. Davon werden gut 7,2 Milliarden Euro, also mehr als ein Drittel, für Einkäufe ausgegeben. Die Untersuchung zeigt erfolgreiche Praxisbeispiele auf. Darüber hinaus wurden Konzepte entwickelt, um die Potenziale dieser Zielgruppe besser zu erschließen. Die Zahlen basieren auf den Berechnungen und Studien des „Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr“ an der Universität München.

 

Ziel: Synergien durch Kooperationen

Die Akteure aus Handel wie auch Tourismus betrachten Gäste und Kunden oftmals noch ohne den nötigen Seitenblick auf Synergien. „Diese Potenziale gilt es jetzt zu erschließen. Die Initiative sollte von Seiten des Handels ausgehen, da er einer der Hauptprofiteure ist“, rät Kulitz. Innovative, einzigartige wie unverwechselbare Produkte, die von sich reden machten, und herausragende authentische Produkte mit regionalem oder überregionalem Bekanntheitsgrad seien verkaufsfördernd. Auch regionale Tourismusorganisationen könnten Prozesse anstoßen. „In den Tourist-Informationen sollte das Personal die Attraktivität des örtlichen Einzelhandels kennen und empfehlen“, so Kulitz. Denn erfreulich, so die Studie: Das örtliche Handelsangebot ist auch in den vielen kleineren Städten des Landes Baden-Württemberg noch stark von inhabergeführten Einzelhandelsbetrieben geprägt. Dadurch bietet es Vielfalt und Individualität.

An der Kasse Foto: Archiv
An der Kasse  Foto: Archiv

Deutlich werde dabei aber auch, dass nicht nur Städte oder Shopping-Outlets profitieren. Vielmehr belebten gerade in den ländlichen Regionen Feriengäste, Tagestouristen und Geschäftsreisende den Handel und damit das Stadtbild. So sichere der Tourismus auch die Infrastruktur und mache die Region attraktiv. Beispiel Touristische Destinationen mit Shopping-Angeboten: Destinationen, deren Shoppingangebot ein Bestandteil des Gesamtangebots ist und Shoppingtouristen im weiteren Sinne anspricht, wie zum Beispiel Innenstädte oder Gemeinden in Tourismusdestinationen wie zum Beispiel am Bodensee oder im Schwarzwald. Die Identität der Gemeinde spiele dabei eine große Rolle.

So viel wird ausgegeben

In Baden-Württemberg sorgen Tages- und Übernachtungstouristen bei insgesamt fast 530 Millionen Aufenthaltstagen jährlich für durchschnittliche Tagesausgaben über alle Zielgruppen von 38,30 Euro pro Kopf für Umsätze von mehr als 20,3 Milliarden Euro. Eine Gegenüberstellung der von Tages- und Übernachtungsreisen profitierenden Wirtschaftszweige zeigt deutliche Unterschiede: Bei Tagesreisen überwiegen die Ausgaben für Einzelhandelsprodukte; sie erreichen einen Anteil von 47,6 Prozent. Der Gastronomie kommen fast 30 Prozent zugute.

Auch Bonusprogramme kommen zum Einsatz  Foto: dm
Auch Bonusprogramme kommen zum Einsatz  Foto: dm

Bei Übernachtungsreisen dominieren dagegen die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung, während auf den Einzelhandel 17,3 Prozent entfallen. Bei gezielten Shopping-Ausflügen wird mit Abstand am meisten Geld im Zielgebiet gelassen. In unserem Land werden dabei pro Kopf über 80 Euro und damit mehr als im Bundesdurchschnitt ausgegeben. Klare Ansage: Wenn Kunden Freizeitaktivitäten nachgehen oder sich für ein verlängertes Wochenende eine Auszeit gönnen, dann verfügen sie während ihres Aufenthalts meist über Muße, ausgiebig zu bummeln und zu shoppen. Spontankäufe sind angesagt – wenn Angebot, Ambiente und/oder Beratung stimmen. Schließlich komme der Großteil dieser Ausgaben, so die IHK, dem Einzelhandel zugute. (IHK/jow)

Infos: Die aktuelle Broschüre "Handel und Tourismus 2016" gibt’s [hier], www.karlsruhe.ihk.de

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Topbeitrag

Anlaufstelle in Pune

 

Direkte Ansprechpartner
Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im MCCIA Trade Tower, 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle in Pune eröffnet. Erste Ansprechpartner dort sind die Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von Let's Bridge IT, die rund um den Standort Karlsruhe informieren, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten - und dazu auch deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen.


"Wir freuen uns, dass wir hier einen festen Standort haben. Das bringt unsere Kooperationen einen Schritt weiter", so der Tenor.
Auch von indischer Seite wurde dieses Engagement vor Ort schon mehrfach besonders gewürdigt: Eine gute Basis für weitere enge Kooperationen.

 

International Convention Centre Complex,
Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
MCCIA Trade Tower, ICC Complex, 403 A
A-Wing, Ground Floor
Senapati Bapat Road
Pune - 411016, Maharastra - India
Tel: +91 75 0782 7033