Exporte weiterhin auf Erfolgskurs

Aber auch die Importe legten in Baden-Württemberg zu

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 exportierten Baden‑Württembergs Unternehmen Waren im Wert von 150,2 Milliarden (Mrd.) Euro, das entsprach nach vorläufigen Ergebnissen einem Anstieg von 5,2 % gegenüber dem Vorjahresergebnis. Gleichzeitig legten nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Importe mit plus 6,4 % deutlich zu und erreichten einen Wert von 128,4 Mrd. Euro. Damit verlief auch in den ersten drei Quartalen 2017 die Entwicklung in der baden‑württembergischen Außenwirtschaft etwas verhaltener als im deutschen Außenhandel insgesamt (Ausfuhr +6,3 %, Einfuhr +8,8 %).

Besonders im Fokus ist der Automobilbau - hier ein Bild der Kompaktwagenproduktion im Mercedes-Benz Werk Pune, Indien - Quelle Daimler
Besonders im Fokus ist der Automobilbau - hier ein Bild der Kompaktwagenproduktion im
Mercedes-Benz Werk Pune, Indien   Foto: Daimler

Der schon im vergangenen Jahr einsetzende Nachfragerückgang bei »Kraftwagen und Kraftwagenteilen« hält nach wie vor an. In den ersten drei Quartalen 2017 sank in dieser für die baden‑württembergische Exportwirtschaft bedeutendsten Warengruppe der Wert der Ausfuhren um 3,3 % auf 34,4 Mrd. Euro.

Deutlich aufgeholt hat hingegen die zweitwichtigste Güterposition »Maschinen« (+7,5 % auf 30,4 Mrd. Euro). Auch auf die Ausfuhren »Pharmazeutischer u.ä. Erzeugnisse« entfiel ein deutlicher Anteil am positiven Gesamtergebnis der Exporte. In dieser drittwichtigsten Warengruppe wurden von Januar bis September 2017 Waren im Wert von 17,8 Mrd. Euro versendet, was einem Plus von 13,5 % entsprach. Die beiden zuletzt genannten Warengruppen hatten zusammen einen Anteil von rund 60 % am derzeitigen Exportplus. Die Exporte von »Elektrischen Ausrüstungen« (10,5 Mrd. Euro) sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (10,5 Mrd. Euro) übertrafen ebenso mit einem Zuwachs von 8,3 bzw. 7 % den Vorjahreswert.

Ein deutliche Nachfragesteigerung war in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), Hauptzielrichtung baden‑württembergischer Exporte, zu verzeichnen (+4,9 % auf 78,7 Mrd. Euro). Besonders positive Impulse kamen mit plus 6,4 % aus der Eurozone (51 Mrd. Euro). Vor allem die beiden wichtigsten Handelspartner Frankreich (11,6 Mrd. Euro) und die Niederlande (10,8 Mrd. Euro) trugen mit einem Zuwachs von 8,7 bzw. 9,8 % maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Das moderate Wachstum der Nicht-Eurozone (+2,2 % auf 27,7 Mrd. Euro) wurde stark durch den Rückgang der Exporte in das Vereinigte Königreich beeinflusst. Der Wert der exportierten Waren sank um 10,3 % auf 8,6 Mrd. Euro. Die rückläufigen Ausfuhren wurden hauptsächlich durch starke Einbrüche bei »Pharmazeutischen u.ä. Erzeugnissen« (−52,8 % auf 0,9 Mrd. Euro) und »Kraftwagen und Kraftwagenteilen« verursacht (−11,7 % auf 2,7 Mrd. Euro). Alle weiteren Mitgliedstaaten importierten deutlich mehr Waren aus Baden‑Württemberg als in den Vorjahresquartalen.

In der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Baden‑Württembergs kam es in den ersten drei Quartalen 2017 zu Verschiebungen. Die USA konnten ihre Position als wichtigstes Zielland baden‑württembergischer Exporte – vor allem durch die starke Nachfrage nach »Pharmazeutischen u.ä. Erzeugnissen« - leicht ausbauen. Die Schweiz (+11,9 % auf 11,7 Mrd. Euro) rückte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf Rang 2 vor und verwies Frankreich (11,6 Mrd. Euro) auf den dritten Platz. China (10,8 Mrd. Euro) nimmt inzwischen wieder den vierten Platz ein, jedoch mit einem nur geringfügigen Vorsprung gegenüber den Niederlanden (10,8 Mrd. Euro). Das Vereinigte Königreich verlor zwar etwas an Bedeutung, liegt aber nach wie vor auf Platz sechs in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner. Positive Impulse kommen inzwischen auch wieder aus der Russischen Föderation (+15,4 % auf 2,4 Mrd. Euro) und auch Japan zeichnete sich durch eine deutliche Nachfragesteigerung aus (+11,5 % auf 3,3 Mrd. Euro). (ps)

 

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Anlaufstelle in Pune

 

Direkte Ansprechpartner
Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im MCCIA Trade Tower, 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle in Pune eröffnet. Erste Ansprechpartner dort sind die Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von Let's Bridge IT, die rund um den Standort Karlsruhe informieren, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten - und dazu auch deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen.


"Wir freuen uns, dass wir hier einen festen Standort haben. Das bringt unsere Kooperationen einen Schritt weiter", so der Tenor.
Auch von indischer Seite wurde dieses Engagement vor Ort schon mehrfach besonders gewürdigt: Eine gute Basis für weitere enge Kooperationen.

 

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