Inder erfahren Ostern

Interreligöses Projekt am „Schönborn-Gymnasium“ in Bruchsal

Die Bedeutung von Ostern als das höchste Fest der Christen mit seinen Ritualen wie Ostereiersuche und Osterlamm, das ist uns hier schon bewusst. Wie aber erklärt man das „Phänomen Ostern“ Menschen aus einem anderen Kulturkreis? Genau vor diesem Problem standen Schüler des Schönborn-Gymnasiums in Bruchsal, die im Oktober 2015 an einem zweiwöchigen Schüleraustausch mit Indien teilgenommen hatten und an Ostern 2016 ihren indischen Austauschschülern der „Bombay International School“ dieses religiöse Fest näherbringen wollten. „Zur gegenseitig bereichernden Erfahrung“, so Dr. Mike Mitra, der zusammen mit Vera Kabir den Austausch, einen der wenigen regelmäßig stattfindenden im Regierungsbezirk Karlsruhe, organisierte.

Zu Besuch in Bruchsal  Foto: Privat
Zu Besuch in Bruchsal  Foto: Privat

Da die Austauschbegegnung insgesamt unter dem Motto stand „sich gegenseitig die Religion des anderen vermitteln“, besuchten die deutschen Schüler in Indien Hindutempel, um dort in die Religion des Hinduismus eingeführt zu werden.  Besonders faszinierend war dabei das Eintauchen in diese doch für Deutsche sehr komplexe Religion mit ihren fremdartigen Ritualen etwa der Funktion des „Nandi-Bullens“ oder dem Kennenlernen des Gottes Krischna in der „Hare Krishna“-Bewegung.

 

Um einen besonders einfühlsamen Zugang zu Ostern zu gewährleisten, bot sich speziell der „Ostergarten“ in Sinsheim an, organisiert von 18 Gemeinden der evangelischen Allianz, den die deutschen und indischen Austauschschüler mit deutschen Gasteltern im Rahmen einer englischen Führung gemeinsam besuchten. Wie keine andere Veranstaltung zu Ostern, bot er doch ein Erfahren von Ostern mit „allen Sinnen“. Beispielsweise durch die realistische Nachbildung eines Marktes in Jerusalem im Jahr 33 nach Christus oder des Abendmahles mit Brot und Traubensaft oder des Gartens Gethsemane mit seinen Pflanzen und Blumen kann man gleichsam in die Zeit Jesu mit Schmecken, Riechen und Hören „eintauchen“. „Durch die Erfahrungen im Ostergarten müssen sich auch die deutschen Schüler mit ihrem eigenen Glauben auseinandersetzen, so Dr. Mitra: „Denn nur wenn ich Menschen aus einer anderen Kultur scheinbar selbstverständliche Dinge erklären kann, habe ich sie selbst verinnerlicht.“ Dadurch fördert solch ein Austausch durchaus auch einen Erkenntnisgewinn zur eigenen Kultur. Übrigens wurde auch die spirituelle Bedeutung der Auferstehung nicht ausgespart – so erfahrbar, indem die Schüler Zettel, auf die sie Belastendes aufschreiben konnten, symbolisch ins Wasser warfen, das dann – wie bei Jesus – die eigenen Sorgen „weg wusch“. (mit)

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Topbeitrag

Anlaufstelle in Pune

 

Direkte Ansprechpartner
Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im MCCIA Trade Tower, 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle in Pune eröffnet. Erste Ansprechpartner dort sind die Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von Let's Bridge IT, die rund um den Standort Karlsruhe informieren, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten - und dazu auch deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen.


"Wir freuen uns, dass wir hier einen festen Standort haben. Das bringt unsere Kooperationen einen Schritt weiter", so der Tenor.
Auch von indischer Seite wurde dieses Engagement vor Ort schon mehrfach besonders gewürdigt: Eine gute Basis für weitere enge Kooperationen.

 

International Convention Centre Complex,
Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
MCCIA Trade Tower, ICC Complex, 403 A
A-Wing, Ground Floor
Senapati Bapat Road
Pune - 411016, Maharastra - India
Tel: +91 75 0782 7033