Nachhaltigeres Finanz- und Wirtschaftssystem

Global Sustainable Finance Conference

Die Förderung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft ist das Ziel der Global Sustainable Finance Conference. Das hochkarätige internationale Forum fand dieses Jahr zum 5. Mal in Karlsruhe statt. Dabei präsentierte sich die Fächerstadt am 14./15. Juli als ein hoch innovativer HighTech Standort, der Wissenschaft und Wirtschaft weltweit vernetzt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der "Karlsruher Sustainable Finance Awards".

Verleihung der „Karls­ru­her Sustaina­ble Finance Awards“  Foto: Stadt Karlsruhe
Verleihung der „Karls­ru­her Sustaina­ble Finance Awards“
Foto: Stadt Karlsruhe

Zu den Teilnehmern der Global Sustainable Finance Conference zählten Entscheidungsträger von Struktur- und Entwicklungsbanken sowie führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft.. Insgesamt waren 35 Länder vertreten, mit hochrangigen Delegationen unter anderem aus Malaysia, Indien, den Philippinen, Laos, Kambodscha, Bhutan, Sri Lanka, ägypten sowie 14 afrikanischen Ländern. Europa war mit Vertretern der größten russischen Entwicklungsbank sowie Einrichtungen aus den Niederlanden, Luxemburg und Großbritannien dabei. Zu den Ehrengästen zählten der Botschafter aus Pakistan, Jauhar Saleem, der geschäftsführende Botschafter aus Nigeria, Kenneth Ogoro Okeh, der Konsul von Südafrika, Mathews Lebelo, Principal Administrator der EU-Kommission, Mathieu Hoeberigs, sowie Ministerialrat Stephan Klaus Ohme vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Damit bot die Konferenz ein hochkarätig besetztes internationales Forum zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt standen Ideen, Projekte und neue Geschäftsmodelle, die einen Wechsel hin zu einem nachhaltigeren Wirtschafts- und Finanzsystem unterstützen sollen. Gemeinsames Ziel ist eine umweltgerechte und krisenfeste Finanzdienstleistungsbranche, die die damit verbundenen Herausforderungen hin zu einer nachhaltigeren Weltwirtschaft bewältigen kann. Richtschnur dafür sind die 2015 durch die UN Mitgliedsstaaten ratifizierten 17 Nachhaltigkeitsziele für die Finanzwirtschaft. Um diese Ziele zu erreichen, will die Finanzdienstleistungsbranche mit neuen Finanzierungsmodellen sowohl Innovationen von kleineren Unternehmen als auch großangelegte Strukturförderungsprojekte unterstützen -etwa die Entwicklung strukturschwacher Gebiete im ländlichen Raum. Einen weiteren Konferenzschwerpunkt bildete die Fragestellung, wie es angesichts der Globalisierung gelingen kann, junge und kleinere Unternehmen so zu unterstützen, dass sie fit für das 21. Jahrhundert sind. Die Teilnehmerländer stellten hier innovative Finanzierungs- und Investitionsmodelle als Best-Practice-Beispiele vor.

So erläuterte Omobolanle Victor-Laniyan von der panafrikanische Access Bank, wie sich eine Privatbank durch gezielte Maßnahmen bei der Vergabe von Unternehmenskrediten, wie z.B. der Integration von Umweltrisiken, für Nachhaltigkeit einsetzen kann. Anthony Robles, Acting CEO und Executive Vice President der Development Bank of the Philippines verwies auf die Zusammenarbeit zwischen Kreditinstitut und Kommune und zeigte auf, wie sich durch innovative Finanzierungsinstrumente die kommunale Infrastruktur verbessern lässt. Der pakistanische Botschafter S.E. Jauhar Saleem wiederum gab einen überblick über innovative Kreditprogramme, die gezielt Frauen bei der Existenzgründung in seinem Land unterstützen.

Ein Highlight der Konferenz bildete am 14. Juli die Verleihung der "Karlsruher Sustainable Finance Awards", die seit vier Jahre vergeben werden. Ausgezeichnet wurden Kreditinstitute und Entwicklungsbanken weltweit die sich in sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht der Nachhaltigkeit verschrieben haben und dies in ihren Instituten oder Finanzprodukten erfolgreich umsetzen: Der Preis "Best Innovation in Financial Services" ging an die indische Yes Bank Ltd., den Preis für "Outstanding Sustainable Project Financing" erhielt die Agrobank Malaysia. Die Freude über den Preis für "Outstanding Business Sustainable Achievment" war besonders groß. Denn zum ersten wurde mit der Access Bank ein nigerianisches Finanzinstitut ausgezeichnet. Am Abend des zweiten Konferenztages hatte die Wirtschaftsförderung Karlsruhe - in Kooperation mit der European Organisation for Sustainable Development und dem Fraunhofer ICT - noch zu einem Gründer-Pitch für Startups und junge Unternehmen eingeladen. Die Unternehmen konnten ihre Produkte und Projekte potentiellen internationalen Investoren und Auftraggebern vorstellen. Am Wochenende 16. und 17. Juli waren die Konferenzteilnehmer schließlich zu einer Tour rund um das Thema Energie in Karlsruhe und Umgebung eingeladen. Unter der Leitung des EnergieForums Karlsruhe erhielten sie dabei Informationen zum Projekt SmarterCity Karlsruhe, zum Mobilitätskonzept der Kasig sowie zur Technologie- und Energiestadt Karlsruhe. (pia)

 

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Topbeitrag

Anlaufstelle in Pune

 

Direkte Ansprechpartner
Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im MCCIA Trade Tower, 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle in Pune eröffnet. Erste Ansprechpartner dort sind die Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von Let's Bridge IT, die rund um den Standort Karlsruhe informieren, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten - und dazu auch deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen.


"Wir freuen uns, dass wir hier einen festen Standort haben. Das bringt unsere Kooperationen einen Schritt weiter", so der Tenor.
Auch von indischer Seite wurde dieses Engagement vor Ort schon mehrfach besonders gewürdigt: Eine gute Basis für weitere enge Kooperationen.

 

International Convention Centre Complex,
Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
MCCIA Trade Tower, ICC Complex, 403 A
A-Wing, Ground Floor
Senapati Bapat Road
Pune - 411016, Maharastra - India
Tel: +91 75 0782 7033