Karlsruher Netzwerk bestens in Pune verankert

„Pioniergarage“ vom KIT auf Startup Tour durch Indien

Die „Pioniergarage“, eine Platform für gründungsinteressierte Studenten am Karlsruher Insitut für Technologie (KIT) hat sich für ihre diesjährige „Startup-Tour“ – nachdem bereits Silicon Valley, China und Tel Aviv auf dem Programm standen – für Indien entschieden, immerhin nach dem „Nasscom Startup Report“ das drittgrößte Startup-Ökosystem der Welt. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht, zudem nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde, bietet durch staatliche Förderungsprogramme, unter anderem auch Fonds und Steuerbefreiung, und durch unternehmerische Innovationsprogramme immenses Wachstumspotential für Startups.

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Die "Pioniergarage" am KIT unterwegs in Pune  Foto: sone

Zu Beginn der nasstrüben Jahreszeit im November hatte sich eine zehnköpfige Gruppe der „Pioniergarage“, bestehend aus Wirtschaftsingenieuren, Maschinenbauern und Informatikern, auf den Weg nach Bangalore, Mumbai und Pune gemacht.

Bangalore gehört neben Mumbai und Delhi zu den Technologie Startup-Hubs in Indien, beherbergt zwischen 1.800 bis 3.000 Startups – dabei auch so erfolgreiche Startups wie „Ola“ oder „Flipkart“ – und zieht durch die Kombination von unternehmerfreundlicher Infrastruktur aus Inkubatoren, Unternehmen, Universitäten, Forschungsmöglichkeiten und Investoren immer neue gründungswillige Startups an. Laut „Nasscombericht“ sind vor allem „Artifical Intelligence“ und „Big Data Analytics“ die Wachstumstreiber des vergangenen Jahres, in dem 1.000 Neuregistrierungen von Startups verzeichnet werden konnten.

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Die "Pioniergarage" informiert sich in Pune  Foto: sone

Vor allem durch die Unterstützung von indischen und globalen Unternehmen, die eigene Inkubatoren, Wettbewerbe und Programme ins Leben gerufen haben, konnte Indien in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Markt und zum schnellsten wachsenden Startup-Land der Welt werden. Mumbai, das wirtschaftliche und finanzielle Herz Indiens und die dichbesiedelste Stadt des Landes, ist nicht nur Heimat für große Unternehmer wie „L&T“ oder die „Tata Group“, und Banken wie „RBI“ oder „SBI“, sondern hat gleichsam auch eine hohe Dichte an neuen Talenten und konsumfreudigen Kunden.

Während ihres mehrtägigen Besuchs in Mumbai stand für die „Pioniergarage“ ein Workshop in „Budegting“ und „Forecasting“ beim „Indian Angel Network“ sowie der Besuch von mehreren Startups auf der Agenda. Im Vergleich zu den Großstädten gewinnen die sogenannten „Tier II-“ und „Tier III“-Städte immer mehr an Bedeutung, auf welche laut „Nasscombericht“ rund 20 Prozent aller Startups in Indien entfallen. Pune ist einer dieser aufstrebenden Städte, belegt hinter Bangalore, Delhi, Mumbai, Hyderabad und Chennai den sechsten Rang.

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Die "Pioniergarage" unterwegs in Pune  Foto: sone

Nicht nur deswegen fiel die Wahl der „Pioniergarage“ auf Pune, sondern auch durch die guten Kontakte über das Karlsruher Indiennetzwerk und das Netzwerk im Startup-Bereich des „Pune Marketing und Kooperationsbüros“ der Stadt Karlsruhe. Das Startup-Programm der angehenden Jung-Entrepreneure des KIT bestand in Pune aus einer bunten Mischung von Aktivitäten. Neben einer Fahrradtour mit E-Bikes quer durch Pune, die von einem lokalen Startup entwickelt und umgesetzt wurde, standen der Besuch des Inkubators von „Nasscom“ und Treffen mit verschiedenen Startups auf der Agenda.

Zudem hat das „Marketing und Kooperationsbüros“ der Stadt Karlsruhe in Pune zusammen mit dem „Bhau Institute for Entrepreneurship“ ein Event veranstaltet, um eine Platform für Austausch und Zusammenarbeit zwischen indischen und deutschen studentischen Gründern zu bieten. Mit den Akteuren des Startup-Ökosystems in Pune, „Nasscom“, „TiE“, dem Karlsruher Partner Handelskammer „MCCIA“ und den studentischen Initiativen „Startup Pune“ und „Pune Open Coffee Club“ wurde ein Format entwickelt, bei dem studentische Entrepreneure aus Karlsruhe und Pune die Möglichkeit erhalten, ihre Idee einem breiten Publikum vorzustellen.

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Die "Pioniergarage" gibt Infos in Pune  Foto: sone

Neben einem Überblick über die beiden Ökosysteme der Städte Pune und Karlsruhe gab es während des Events ebenso Raum für Networking, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erörtern, Herausforderungen und Chancen zu besprechen und „last but not least“ Interessen für mögliche gemeinsame Projekte auszuloten. Abgerundet wurde das Event durch eine Mentoring-Session in der Teilnehmer die Chance hatten, von erfahrenen Mentoren Antworten auf Fragen und weitere Hilfen zu erhalten. Fazit der Handelnden rund um das „Pune Marketing und Kooperationsbüros“ der Stadt Karlsruhe und „Let’s Bridge IT“: Das Event hat gezeigt, dass Interesse und Bedarf auf beiden Seiten sehr groß ist – zudem Raum für zukünftige Veranstaltungen und weitere Kooperationen bietet. (sone)

Infos: www.lets-bridge-it.com

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Topbeitrag

Anlaufstelle in Pune

 

Direkte Ansprechpartner
Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im MCCIA Trade Tower, 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle in Pune eröffnet. Erste Ansprechpartner dort sind die Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von Let's Bridge IT, die rund um den Standort Karlsruhe informieren, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten - und dazu auch deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen.


"Wir freuen uns, dass wir hier einen festen Standort haben. Das bringt unsere Kooperationen einen Schritt weiter", so der Tenor.
Auch von indischer Seite wurde dieses Engagement vor Ort schon mehrfach besonders gewürdigt: Eine gute Basis für weitere enge Kooperationen.

 

International Convention Centre Complex,
Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
MCCIA Trade Tower, ICC Complex, 403 A
A-Wing, Ground Floor
Senapati Bapat Road
Pune - 411016, Maharastra - India
Tel: +91 75 0782 7033